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Rauhnächte und Mystik im Alltag

Wir sind mitten in den Rauhnächten, den 11 Tagen und 12 Nächten, die weder zum alten noch zum neuen Jahr gehören. Als unsere Vorfahren nach dem Mondkalender lebten, hatte ihr Jahr 354 Tage. Mit dem Wechsel zum Sonnenkalender stieg die Zahl der Tage pro Jahr auf 365 Tage, wie wir sie auch heute zählen. Das bedeutete, dass es während dieser Umstellung Tage gab, die ihrem Verständnis nach nicht existierten. In dieser dunklen Zeit sollen sich der Sage nach die Tore zum Himmel und die Anderswelten der Götter, Geister und Toten geöffnet haben. Sie schliessen sich am Dreikönigstag, wenn die Zeit mit dem Ende der Rauhnächte wieder in Einklang kommt.


Unser Alltag fühlt sich in dieser Zeit meist nicht ganz so mystisch und besinnlich an. Die leeren Weinflaschen vom Weihnachtsessenstapeln sich in der Küche, der Kater im Kopf macht sich auch bemerkbar, die Nadeln des halbvertrockneten Adventskranzes sind über den ganzen Tisch verteilt, zusammen mit den Wachsresten und Krümeln der Weihnachtsguezli …. und der Wäscheberg erlaubt schon kein Durchkommen mehr.


Was dann jeweils hilft, ist die Vorfreude auf das alljährliche Ritual des Räucherns: Das Haus ausmisten und aufräumen – bereitmachen für die “energetische Sanierung der anderen Art”, um buchstäblich die im Laufe des Jahres angesammelte “dicke Luft” oder den energetischen Stau aufzulösen. Denn mit Weihrauch, Wacholder oder Beifuss können die feinstofflichen Ebenen des Hauses wieder ins Fliessen gebracht werden:


Gehe mit einem brennenden Räucherstab oder einer Schale mit glimmenden Kohlen von Raum zu Raum. Spüre, wo der Rauch hingeht - hier sind vielleicht Blockaden oder ungelöste Themen.


Nimm dir Zeit, atme bewusst ein und aus. Den Rauch kannst du als Reinigung oder auch als Segen betrachten. Sage mental allem Lebewohl, was sich von selbst auflösen möchte. An Türen, Fenstern und in den Ecken verweilt der Rauch etwas länger. Hier sammelt sich oft negative Energie. Segne auch diese Plätze.


Wenn du fertig bist, lüfte gut durch. Dein Zuhause ist nun bereit, die kommende Zeit mit frischem Wind und neuer Kraft zu empfangen.


Reinigung im Aussen und Innen

 

Der Reinigungsprozess im Aussen, hilft dir auch in deinem Inneren Klarheit zu schaffen und Ballast abzuwerfen. Dennoch empfiehlt es sich deinem Geist und Körper - dem Tempel seiner Seele - noch weitere Klärung zukommen zu lassen.

 

Verzichte mal auf tierische Nahrungsmittel und trinke viel Wasser und Kräutertee. Probiere mal das Intervallfasten, indem du das Frühstück einfach auslässt und schaue, wie gut dein Körper in die Fettverbrennung kommt. Und nimm dir Zeit dich auf deine Gefühle, Wünsche und Emotionen zu konzentrieren: Wo möchtest du dich entfalten, welche Gewohnheiten möchtest du neu annehmen?

 

Falls du dir bereits Neujahrsvorsätze gefasst hast: Formuliere sie unbedingt positiv! Denn die moderne Forschung in der Psychologie zeigt, dass sogenannte Annäherungsziele, also Vorsätze, die etwas Neues in den eigenen Alltag oder eine neue Angewohnheit einführen am ehesten zum Erfolg führen. Ziele, bei denen es darum geht, etwas zu vermeiden oder damit aufzuhören, sind hingegen weniger erfolgreich.

 

Und sei versichert: deine Entrümpelung im Inneren deines Hauses, Kopfes und Körpers wird nicht nur Platz für Neues schaffen, sondern sich auch klar im Aussen zeigen: Du wirst strahlend schön und voller Kraft ins Neue Jahr starten!


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